Pflanzenfressende Dinosaurier
Die herbivoren Dinosaurier umfassten den größten Teil der mesozoischen Dinosaurier-Diversität. Ihre Ernährungsstrategien reichten von der selektiven Abweidung niedriger Vegetation bis hin zur effizienten Zerkleinerung faserreicher Pflanzenmasse durch komplexe Zahnbatterien.
74 Arten in dieser Kategorie

Psittacosaurus mongoliensis
Psittacosaurus
UnterkreideHerbivor

Laquintasaura
UnterjuraHerbivor

Gongbusaurus
Mittlerer JuraHerbivor

Xiaosaurus
Mittlerer JuraHerbivor

Eugongbusaurus
Mittlerer bis Oberer JuraHerbivor

Jeholosaurus
UnterkreideHerbivor

Kulindapteryx
Oberes BathoniumHerbivor

Enigmacursor
Kimmeridgium–TithoniumHerbivor

Minimocursor
Tithonium–BerriasiumHerbivor

Sanxiasaurus
Toarcium–AaleniumHerbivor

Kulindadromeus
Oberes BathoniumHerbivor

Yandusaurus
BajociumHerbivor

Stormbergia
Hettangium–SinemuriumHerbivor

Oryctodromeus
Late Albian–Early CenomanianHerbivor

Zephyrosaurus
Aptium–AlbiumHerbivor

Orodromeus
Campanium–MaastrichtiumHerbivor

Albertadromeus
CampaniumHerbivor

Koreanosaurus
CampaniumHerbivor

Haya
Santonium–CampaniumHerbivor

Fona
CenomaniumHerbivor

Parksosaurus
OberkreideHerbivor

Nevadadromeus
OberkreideHerbivor

Notohypsilophodon
OberkreideHerbivor

Chilesaurus
OberjuraHerbivor

Ferganocephale
MitteljuraHerbivor

Krzyzanowskisaurus
ObertriasHerbivor

Hexinlusaurus
MitteljuraHerbivor

Gideonmantellia
UnterkreideHerbivor

Burianosaurus
OberkreideHerbivor

Qantassaurus
UnterkreideHerbivor

Vectidromeus insularis
Herbivor

Gasparinisaura cincosaltensis
Herbivor

Daurosaurus olovus
Herbivor

Thescelosaurus neglectus
Herbivor

Iyuku raathi
Herbivor

Istiorachis macarthurae
Herbivor
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Weitere Kategorien
Häufig gestellte Fragen
Die Dinosauria werden traditionell in zwei Ordnungen unterteilt: Saurischia (Echsenbecken-Dinosaurier) und Ornithischia (Vogelbecken-Dinosaurier). Die Saurischia umfassen die Theropoda — zu denen der Tyrannosaurus Rex und der Velociraptor zählen — sowie die Sauropodomorpha mit Vertretern wie dem Brachiosaurus. Die Ornithischia beinhalten unter anderem Thyreophora (z. B. Stegosaurus), Ceratopsia (z. B. Triceratops) und Ornithopoda. Neuere phylogenetische Analysen (z. B. Baron et al., 2017) stellen diese Zweiteilung teilweise infrage, die traditionelle Klassifikation bleibt jedoch der verbreitetste Rahmen.
Der grundlegende Unterschied liegt im Bau des Beckens. Bei Saurischiern zeigt das Schambein nach vorne und unten — ähnlich dem Becken heutiger Eidechsen. Bei Ornithischiern verläuft das Schambein parallel zum Sitzbein nach hinten — eine Konfiguration, die an das Becken heutiger Vögel erinnert, obwohl Vögel tatsächlich von Saurischiern abstammen. Neben dem Beckenbau gibt es weitere diagnostische Merkmale: Ornithischia besaßen einen zusätzlichen Knochen an der Unterkieferspitze (Praedentale) und zeigten häufig eine Verknöcherung der Sehnen entlang der Wirbelsäule.
Stand 2024 sind etwa 1.000 bis 1.100 Gattungen wissenschaftlich beschrieben und als valide anerkannt. Die tatsächliche Diversität lag vermutlich deutlich höher: Schätzungen gehen von 1.500 bis über 2.000 Gattungen aus. Die Diskrepanz erklärt sich durch die niedrige Fossilisierungsrate — nur ein Bruchteil aller Individuen versteinert unter geeigneten Bedingungen — sowie durch Erhaltungs- und Sammlungsbias. Jährlich werden durchschnittlich 40 bis 50 neue Gattungen beschrieben, wobei China und Argentinien derzeit die produktivsten Fundregionen sind.
Die primäre Methode ist die radiometrische Datierung, bei der der Zerfall radioaktiver Isotope in vulkanischen Gesteinsschichten gemessen wird, die Fossilschichten einrahmen. Für das Mesozoikum werden hauptsächlich die Uran-Blei-Datierung (U-Pb, für Zirkone) und die Argon-Argon-Datierung (⁴⁰Ar/³⁹Ar) eingesetzt. Ergänzend kommen relative Datierungsmethoden zum Einsatz: Biostratigraphie (Leitfossilien, insbesondere Ammoniten und Foraminiferen), Magnetostratigraphie (Umkehrungen des Erdmagnetfelds) und Chemostratigraphie (Isotopenverhältnisse in Sedimenten). Die Kombination mehrerer Methoden ermöglicht heute eine zeitliche Auflösung von teilweise unter 100.000 Jahren.
Das Massenaussterben an der Kreide-Paläogen-Grenze vor 66 Millionen Jahren — ausgelöst durch den Chicxulub-Impakt und möglicherweise verstärkt durch den Dekkan-Trapp-Vulkanismus — traf nicht alle Tiergruppen gleichermaßen. Entscheidend waren Körpergröße, Stoffwechselrate und Nahrungsabhängigkeit. Alle nicht-avialischen Dinosaurier starben aus, während kleinere ektotherme Reptilien (Krokodile, Schildkröten, Eidechsen, Schlangen) aufgrund ihres geringeren Energiebedarfs, ihrer teils aquatischen Lebensweise und ihrer Fähigkeit zur Dormanz überleben konnten. Die avialischen Dinosaurier — Vorfahren der heutigen Vögel — überlebten vermutlich dank kleiner Körpergröße, Flugfähigkeit und generalistischer Ernährung.
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