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SteckbriefHerbivor

Iyuku raathi

Ein 2022 aus der Kirkwood-Formation Südafrikas beschriebener Iguanodontier — einer der wenigen Ornithopoden aus dem Valanginium der südlichen Hemisphäre.

isiXhosa-Name (genaue Bedeutung nicht in PBDB dokumentiert)

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Iyuku raathi wurde 2022 von Forster et al. aus der Kirkwood-Formation (Uitenhage-Gruppe) in der Provinz Eastern Cape, Südafrika, beschrieben (ref:82470, The Anatomical Record 306:1762–1803). Der Gattungsname entstammt der isiXhosa-Sprache, einer der elf Amtssprachen Südafrikas — ein bewusster Akt der wissenschaftlichen Benennung, der die kulturelle Verbindung zum Fundort unterstreicht. Die PBDB führt Iyuku unter den Iguanodontia (txn:52805) mit bisher nur 3 Opinions und 1 Occurrence.

Ein 2022 aus der Kirkwood-Formation Südafrikas beschriebener Iguanodontier — einer der wenigen Ornithopoden aus dem Valanginium der südlichen Hemisphäre.
0
Taxonomische Meinungen (PBDB)
1 Genus-level + 2 Species-level; 2 unabhängige Arbeitsgruppen
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Occurrence
Aus col:227048, Kirkwood Cliffs, Eastern Cape
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Zeitspanne (Valanginium)
Valanginium, Unterkreide
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Jahr der Erstbeschreibung
Forster et al. in The Anatomical Record
TAXONOMIE

Taxonomie und Einordnung

Die PBDB verzeichnet 3 taxonomische Opinions: Auf Gattungsebene platzierten Forster et al. (2022, ref:82470) Iyuku innerhalb der Iguanodontia (opn:897625). Auf Artebene bestätigten sowohl die Erstbeschreiber (opn:897624) als auch Czepinski & Madzia (2025, ref:92159) die Zuordnung zu Iyuku (opn:991405). Alle drei Opinions sind in der PBDB als „original spelling" kodiert, was die Erstregistrierung eines neuen Taxons in der Datenbank widerspiegelt. Der Konsens von 3:0 ist formal einstimmig, beruht aber auf nur zwei unabhängigen Arbeitsgruppen.

Die Einordnung in die Iguanodontia — eine große, diversifizierte Gruppe herbivorer Ornithopoden — ist bemerkenswert, weil Iguanodontier aus dem Valanginium (~137–133 Ma) der südlichen Hemisphäre selten sind. Die meisten bekannten Vertreter stammen aus der nördlichen Hemisphäre oder aus jüngeren Zeitabschnitten. Czepinski & Madzia (2025) behandelten Iyuku im Kontext der Rhabdodontomorpha-Diversität, was auf mögliche verwandtschaftliche Verbindungen zu dieser europäischen Gruppe hindeutet — eine Frage, die mit weiteren Funden geklärt werden müsste.

Die PBDB-Ecospace-Kodierung (terrestrisch, herbivor, gregarious, ovipar) wird vom übergeordneten Taxon (Iguanodontia) vererbt und ist nicht unabhängig für Iyuku verifiziert. Die Größenklasse siz=2 (Genus) deutet auf ein kleines bis mittelgroßes Tier hin.

FUNDORTE

Verbreitung und Fundorte

Das Fossil stammt aus col:227048 (Kirkwood Cliffs 'Lookout', Kirkwood Quarry) im Bezirk Sarah Baartman, Provinz Eastern Cape, Südafrika (Koordinaten: -33,44° / 25,45°). Die Fundschicht gehört zur Kirkwood-Formation (Uitenhage-Gruppe) und datiert ins Valanginium (137,05–132,6 Ma). Das Ablagerungsmilieu wird als Überschwemmungsebene (floodplain) klassifiziert, die Lithologie als Mudstone mit paläosolischen Merkmalen (pedogen, intraklastisch, braun-rot). Diese Bodenbildungsmerkmale deuten auf ein saisonal wechselfeuchtes Klima hin. Am Fundort sind keine assoziierten Taxa dokumentiert — Iyuku ist die einzige Occurrence in col:227048.

Fundort
ENTDECKUNG

Forschungsgeschichte

2022

Entdecke den Burianosaurus — einen weiteren Ornithopoden aus der Kreidezeit mit nur einem einzigen Fossilfund, der in Europa entdeckt wurde.

Zum Burianosaurus

Häufig gestellte Fragen zu Iyuku raathi

Iguanodontier sind aus der Unterkreide der südlichen Hemisphäre nur spärlich belegt. Die meisten frühen Vertreter der Gruppe stammen aus Europa und Asien. Iyuku erweitert die geografische und zeitliche Verbreitung der Iguanodontia und liefert einen seltenen Datenpunkt für die Diversität südlicher Ornithopoden im Valanginium.

Der Gattungsname stammt aus der isiXhosa-Sprache, die in der Region des Fundorts (Eastern Cape, Südafrika) weit verbreitet ist. Die genaue Bedeutung wird in der PBDB nicht dokumentiert. Der Artname „raathi" ehrt laut Erstbeschreibung eine Person, Details sind ebenfalls nicht in der PBDB kodiert. Die Benennung in einer lokalen afrikanischen Sprache ist ein bewusster Akt, der die wissenschaftliche Praxis der Dekolonisierung von Taxon-Namen widerspiegelt.

Die PBDB verzeichnet 1 Occurrence aus 1 Collection. Die Datenbasis ist damit minimal — nur eine Fundstelle, kein weiteres Material, keine assoziierten Taxa. Für eine detaillierte anatomische oder phylogenetische Analyse bleibt die Erstbeschreibung (Forster et al. 2022, ref:82470) die einzige umfassende Quelle.

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