Die größten Dinosaurier
Die größten bekannten Landtiere der Erdgeschichte waren ausnahmslos Sauropoden — eine Gruppe langhalsiger, quadrupeder Pflanzenfresser innerhalb der Saurischia.
15 Arten in dieser Kategorie
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Mosasaurus
12.0m7tCampanium bis MaastrichtiumKarnivor

Tyrannosaurus rex
Tyrannosaurus Rex
12.3m8,5tObere KreideKarnivor

Brachiosaurus altithorax
Brachiosaurus
21.0m35tOberer Jura (Kimmeridgium bis Tithonium)Herbivor

Diplodocus longus
Diplodocus
25.0m14tOberer JuraHerbivor

Apatosaurus ajax
Apatosaurus
21.0m16,4tOberer Jura (Kimmeridgium – frühes Tithonium)Herbivor

Spinosaurus aegyptiacus
Spinosaurus
14.0m7,4tObere Kreide (Cenomanium)Karnivor

Edmontosaurus regalis
Edmontosaurus
12.0m5,6tObere KreideHerbivor

Argentinosaurus huinculensis
Argentinosaurus
33.0m73tObere Kreide (Cenomanium–Turonium)Herbivor

Patagotitan mayorum
Patagotitan
31.0m57tObere Kreide (Albium)Herbivor

Andesaurus delgadoi
Andesaurus
18.0m15tMittlere Kreide (spätes Albium bis frühes Cenomanium)Herbivor

Giganotosaurus carolinii
Giganotosaurus
12.5m6,8tObere Kreide (frühes Cenomanium)Karnivor

Deinocheirus
11.0m6,4tMaastrichtiumMegaomnivore

Suchomimus
11.0m3,8tUnterkreideKarnivor

Dreadnoughtus
26.0m48tOberes CampaniumHerbivor

Acrocanthosaurus atokensis
11.5m5,5tUnterkreideKarnivor
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Häufig gestellte Fragen
Die Dinosauria werden traditionell in zwei Ordnungen unterteilt: Saurischia (Echsenbecken-Dinosaurier) und Ornithischia (Vogelbecken-Dinosaurier). Die Saurischia umfassen die Theropoda — zu denen der Tyrannosaurus Rex und der Velociraptor zählen — sowie die Sauropodomorpha mit Vertretern wie dem Brachiosaurus. Die Ornithischia beinhalten unter anderem Thyreophora (z. B. Stegosaurus), Ceratopsia (z. B. Triceratops) und Ornithopoda. Neuere phylogenetische Analysen (z. B. Baron et al., 2017) stellen diese Zweiteilung teilweise infrage, die traditionelle Klassifikation bleibt jedoch der verbreitetste Rahmen.
Der grundlegende Unterschied liegt im Bau des Beckens. Bei Saurischiern zeigt das Schambein nach vorne und unten — ähnlich dem Becken heutiger Eidechsen. Bei Ornithischiern verläuft das Schambein parallel zum Sitzbein nach hinten — eine Konfiguration, die an das Becken heutiger Vögel erinnert, obwohl Vögel tatsächlich von Saurischiern abstammen. Neben dem Beckenbau gibt es weitere diagnostische Merkmale: Ornithischia besaßen einen zusätzlichen Knochen an der Unterkieferspitze (Praedentale) und zeigten häufig eine Verknöcherung der Sehnen entlang der Wirbelsäule.
Stand 2024 sind etwa 1.000 bis 1.100 Gattungen wissenschaftlich beschrieben und als valide anerkannt. Die tatsächliche Diversität lag vermutlich deutlich höher: Schätzungen gehen von 1.500 bis über 2.000 Gattungen aus. Die Diskrepanz erklärt sich durch die niedrige Fossilisierungsrate — nur ein Bruchteil aller Individuen versteinert unter geeigneten Bedingungen — sowie durch Erhaltungs- und Sammlungsbias. Jährlich werden durchschnittlich 40 bis 50 neue Gattungen beschrieben, wobei China und Argentinien derzeit die produktivsten Fundregionen sind.
Die primäre Methode ist die radiometrische Datierung, bei der der Zerfall radioaktiver Isotope in vulkanischen Gesteinsschichten gemessen wird, die Fossilschichten einrahmen. Für das Mesozoikum werden hauptsächlich die Uran-Blei-Datierung (U-Pb, für Zirkone) und die Argon-Argon-Datierung (⁴⁰Ar/³⁹Ar) eingesetzt. Ergänzend kommen relative Datierungsmethoden zum Einsatz: Biostratigraphie (Leitfossilien, insbesondere Ammoniten und Foraminiferen), Magnetostratigraphie (Umkehrungen des Erdmagnetfelds) und Chemostratigraphie (Isotopenverhältnisse in Sedimenten). Die Kombination mehrerer Methoden ermöglicht heute eine zeitliche Auflösung von teilweise unter 100.000 Jahren.
Das Massenaussterben an der Kreide-Paläogen-Grenze vor 66 Millionen Jahren — ausgelöst durch den Chicxulub-Impakt und möglicherweise verstärkt durch den Dekkan-Trapp-Vulkanismus — traf nicht alle Tiergruppen gleichermaßen. Entscheidend waren Körpergröße, Stoffwechselrate und Nahrungsabhängigkeit. Alle nicht-avialischen Dinosaurier starben aus, während kleinere ektotherme Reptilien (Krokodile, Schildkröten, Eidechsen, Schlangen) aufgrund ihres geringeren Energiebedarfs, ihrer teils aquatischen Lebensweise und ihrer Fähigkeit zur Dormanz überleben konnten. Die avialischen Dinosaurier — Vorfahren der heutigen Vögel — überlebten vermutlich dank kleiner Körpergröße, Flugfähigkeit und generalistischer Ernährung.
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