Die drei berühmtesten T.-rex-Exemplare illustrieren jeweils verschiedene Facetten der Forschung: „Sue" (FMNH PR 2081, entdeckt 1990 von Susan Hendrickson in South Dakota) ist mit über 90% Vollständigkeit das kompletteste Exemplar und steht seit 1997 im Field Museum Chicago – erworben für damals 8,36 Mio. Dollar. „Scotty" (RSM P2523.8, entdeckt 1991 von Robert Gebhardt in Saskatchewan) ist mit geschätzten 8.870 kg der massivste bekannte T. rex (Persons et al., 2019), dessen Präparation 20 Jahre dauerte. „Stan" (BHI 3033, entdeckt 1987) zeigt zahlreiche geheilte Pathologien – gebrochene Rippen, gebrochener Hals, Bissloch im Hinterkopf von einem Artgenossen – ein Zeugnis für das harte Leben dieser Tiere. Stan wurde 2020 bei Christie's für 31,8 Mio. Dollar versteigert.
Zu den aktiven Forschungsdebatten gehören: die Drei-Arten-Hypothese von Paul et al. (2022), die T. rex in T. imperator und T. regina aufspalten wollte, aber von der Mehrheit abgelehnt wurde; die Validität von T. mcraeensis (Dalman et al., 2024), einer möglichen Schwesterart aus New Mexico; die Frage nach endogenen Weichgeweben in Dinosaurierknochen (Schweitzer et al., 2005/2009 – teilweise repliziert, teilweise angezweifelt); und die Diskussion um die „Nanotyrannus"-Gattung, die durch Woodward et al. (2020) weitgehend als juveniler T. rex identifiziert wurde.