Gideonmantellia amosanjuanae
Ein basaler Ornithopode aus dem frühen Barremium Spaniens – benannt nach dem Iguanodon-Pionier Gideon Mantell
„Gideon Mantells [Echse]“
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Zwischen Fund und Benennung eines Dinosauriers können Jahrzehnte liegen. Gideonmantellia amosanjuanae ist ein eindrückliches Beispiel: 1982 von dem Sammler J.M. Herrero in der Nähe von Galve (Provinz Teruel, Aragón) geborgen, vergingen 30 Jahre, bis Ruiz-Omeñaca und Canudo die Fossilien 2012 als neue Gattung und Art beschrieben. Der Gattungsname ehrt Gideon Mantell (1790–1852), den englischen Arzt und Paläontologen, der mit der Beschreibung von Iguanodon 1825 zu den Begründern der Dinosaurierforschung zählt.
Taxonomie und Klassifikation
Gideonmantellia wird in der PBDB als basaler Ornithopode geführt (parent: txn:38713, Ornithopoda), ohne Zuordnung zu einer Familie oder Ordnung. In ihrer Erstbeschreibung (ref:42439, Comptes Rendus Palevol 11:435–444) identifizierten Ruiz-Omeñaca und Canudo das Taxon als basalen Ornithopoden, eine Einordnung, die von Madzia et al. (2018, ref:66120) mit phylogenetischer Evidenz bestätigt wurde. Dieudonné et al. (2016, ref:59608) schlossen Gideonmantellia in eine Phylogenie der Rhabdodontidae ein.
Was Gideonmantellia taxonomisch bemerkenswert macht, ist der vollständige Konsens: Alle 9 in der PBDB dokumentierten Meinungen (2 auf Gattungs-, 7 auf Artebene) bestätigen die Zuordnung zu Ornithopoda bzw. Gideonmantellia. Kein einziger Autor hat seit 2012 eine alternative Klassifikation vorgeschlagen – das ist bei Dinosaurier-Taxa, zumal bei kleinen basalen Ornithopoden, ungewöhnlich. Zum Vergleich: Hexinlusaurus, ein ähnlicher basaler Ornithischier, wurde in 5 verschiedene Gattungen gestellt und hat 36 Meinungen mit mehreren Synonymie-Versuchen.
Der Fundort in der Galve-Synkline hat eine Forschungsgeschichte, die deutlich vor der Entdeckung von Gideonmantellia liegt. Die Collection (col:36369) wurde bereits unter der Referenz Sanz et al. 1987 (ref:7241) angelegt, die Dinosaurier aus der Unterkreide von Galve behandelt. Die assoziierte Fauna ist allerdings taxonomisch wenig aufgelöst: Neben Gideonmantellia sind nur Theropoda indet., Mesoeucrocodylia, Neosuchia und Testudines dokumentiert – 4 Taxa, sämtlich auf höherem systematischem Niveau ohne Gattungszuweisung.
Verbreitung und Fundorte
Gideonmantellia stammt aus der Lokalität Poyales Barranco Hondo (col:36369) in der Galve-Synkline, Provinz Teruel, Aragón, Spanien. Die Camarillas-Formation datiert ins frühe Barremium (125,8–121,4 Ma). Die Sedimente bestehen aus Tonstein und Sandstein einer deltaischen Ablagerungsumgebung. Paläogeographisch lag der Fundort bei etwa 27°N und 22°E – deutlich weiter südlich und östlich als die heutige Position. Die Galve-Synkline ist eine der wichtigsten Dinosaurier-Fundregionen der iberischen Unterkreide, mit Forschungsarbeiten, die bis mindestens 1987 zurückreichen (Sanz et al., ref:7241).
Forschungsgeschichte
J.M. Herrero sammelt Dinosaurier-Fossilien in der Lokalität Poyales Barranco Hondo in der Galve-Synkline (Provinz Teruel, Aragón). Die Knochen werden eingelagert, ohne formal beschrieben zu werden.
Ruiz-Omeñaca und Canudo (ref:42439, Comptes Rendus Palevol 11:435–444) beschreiben die Fossilien als neue Gattung und Art Gideonmantellia amosanjuanae und ordnen sie als basalen Ornithopoden ein. Der Gattungsname ehrt Gideon Mantell (1790–1852).
Madzia et al. (ref:66120) bestätigen die Einordnung als basaler Ornithopode mit phylogenetischer Evidenz. Alle 9 in der PBDB dokumentierten Meinungen stimmen in der Zuordnung zu Ornithopoda überein – ein seltener 100%-Konsens.
Weitere basale Ornithischier
Hexinlusaurus ist ebenfalls ein kleiner basaler Ornithischier – allerdings mit einer deutlich turbulenteren Namensgeschichte: 5 Gattungen und 36 Meinungen.
Zu HexinlusaurusHäufig gestellte Fragen zu Gideonmantellia
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