Wyenberg-Henzler und Scannella (2026, PeerJ 14: e20796) beschrieben einen E. annectens-Schädel (MOR 1627) aus der Hell Creek Formation, in dem eine Tyrannosaurus-Zahnkrone im Nasale eingebettet ist. 23 mögliche Bissspuren am Schädel (9 links, 14 rechts) dokumentieren eine direkte Räuber-Beute-Begegnung – oder Aasfraß. Da keine Knochenheilung erkennbar ist, erfolgte der Biss peri- oder postmortem.
War Edmontosaurus dennoch fähig, Tyrannosaurus zu entkommen? Sellers et al. (2009) simulierten die Laufgeschwindigkeit eines subadulten E. annectens (715 kg, BHI 126950) per evolutionärer Robotik: bipedales Laufen bei etwa 50 km/h, Galopp bei circa 57 km/h. Für Tyrannosaurus werden niedrigere Werte angenommen (~20–30 km/h). Allerdings basieren die Edmontosaurus-Schätzungen auf einem jungen Tier – ob 5-Tonnen-Adulte ähnliche Geschwindigkeiten erreichten, ist fraglich. Die Simulation bleibt eine Annäherung mit erheblichen Unsicherheiten.