Ernährungsökologie: Megaomnivorie
Die Magenregion des Holotyps MPC-D 100/18 enthielt über 1.400 Gastrolithen mit einer geschätzten Gesamtmasse von etwa 1,4 kg sowie Reste von Fischen, darunter identifizierbare Schuppen (Lee et al. 2014). Diese Kombination ist der stärkste direkte Beleg für Omnivorie bei einem nicht-avischen Theropoden dieser Größenklasse.
Lee et al. prägten dafür den Begriff „Megaomnivore" – ein Organismus über einer Tonne Körpermasse mit nachweislich gemischter Ernährung. Die Gastrolithen sprechen für einen erheblichen Anteil pflanzlicher Nahrung, während die Fischreste aquatische oder semi-aquatische Nahrungssuche belegen. Die Schnabelmorphologie – breit, abgeflacht und zahnlos – wäre sowohl für das Abrupfen von Vegetation als auch für das Durchsieben von Sediment geeignet.
Tanabe et al. (2023) konnten mittels histologischer Untersuchungen der Gastrolithen Informationen über Verweildauer und Abnutzungsgrad gewinnen, was die aktive Nutzung im Verdauungsprozess weiter stützt.