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Dinosaurier

118 Arten in der Datenbank

Über die Dinosaurier-Datenbank

Die Dinosauria — eine der erfolgreichsten Tiergruppen der Erdgeschichte — dominierten die terrestrischen Ökosysteme des Mesozoikums über einen Zeitraum von rund 170 Millionen Jahren. Von den ersten kleinen, zweibeinigen Formen der Obertrias vor etwa 235 Millionen Jahren bis zum Massenaussterben an der Kreide-Paläogen-Grenze vor 66 Millionen Jahren brachte diese Gruppe eine enorme Formenvielfalt hervor.

Unsere Datenbank umfasst Vertreter aller drei großen Hauptlinien: die meist fleischfressenden Theropoda, zu denen etwa der Tyrannosaurus Rex und der Velociraptor zählen, die langhalsigen Sauropodomorpha mit Vertretern wie dem Brachiosaurus, sowie die vielfältigen Ornithischia, darunter der dreihörnige Triceratops. Zu jeder Art findest du Angaben zu Körpermaßen, Ernährungsweise, zeitlicher Einordnung und bekannten Fundorten.

Die Forschungslage entwickelt sich laufend weiter: Neue Funde und verbesserte Analysemethoden — etwa die Untersuchung von Knochengewebe-Mikrostrukturen — verändern regelmäßig unser Bild einzelner Arten. Die hier aufgeführten Daten spiegeln den aktuellen Stand der Forschung wider, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nutze die erweiterten Filter und Sortieroptionen, um die Datenbank gezielt zu durchsuchen.

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Stand 2025 umfasst die wissenschaftliche Literatur über 1.000 valide Dinosaurier-Gattungen (Wang & Dodson, 2006, seitdem jährlich ergänzt). Schätzungen der tatsächlichen Diversität liegen zwischen 1.500 und 2.500 Gattungen — die Fossilisierungsrate terrestrischer Wirbeltiere ist niedrig, und viele Taxa sind nur durch fragmentäres Material bekannt. Unsere Datenbank enthält über 40 der am besten dokumentierten Arten mit vollständigen Körperdaten und Quellenangaben.

Systematik der Dinosauria

Die Dinosauria (Owen, 1842) werden traditionell in zwei Ordnungen gegliedert: Saurischia (Seeley, 1887) mit dem ursprünglichen Echsenbecken-Bauplan, und Ornithischia (Seeley, 1887) mit dem abgeleiteten, vogelähnlichen Becken. Die Saurischia umfassen die Theropoda (alle karnivoren Dinosaurier sowie die Vorfahren der Vögel) und die Sauropodomorpha (die langhalsigen Pflanzenfresser). Die Ornithischia umfassen sämtliche übrigen herbivoren Gruppen: Ceratopsia (Triceratops), Thyreophora (Stegosaurus, Ankylosaurus), Ornithopoda (Hadrosauridae) und Pachycephalosauria. Diese Zweiteilung wurde 2017 durch Baron et al. in Frage gestellt: Ihre phylogenetische Analyse gruppierte Theropoda und Ornithischia in einer neuen Klade „Ornithoscelida" und stellte die Sauropodomorpha als Schwestergruppe dagegen. Die Baron-Hypothese wird aktiv diskutiert — nachfolgende Analysen (Langer et al., 2017; Müller & Garcia, 2020) konnten sie weder eindeutig bestätigen noch widerlegen. Die traditionelle Saurischia/Ornithischia-Gliederung bleibt in den meisten aktuellen Lehrbüchern der Standard.

Häufig gestellte Fragen

Die Dinosauria werden traditionell in zwei Ordnungen unterteilt: Saurischia (Echsenbecken-Dinosaurier) und Ornithischia (Vogelbecken-Dinosaurier). Die Saurischia umfassen die Theropoda — zu denen der Tyrannosaurus Rex und der Velociraptor zählen — sowie die Sauropodomorpha mit Vertretern wie dem Brachiosaurus. Die Ornithischia beinhalten unter anderem Thyreophora (z. B. Stegosaurus), Ceratopsia (z. B. Triceratops) und Ornithopoda. Neuere phylogenetische Analysen (z. B. Baron et al., 2017) stellen diese Zweiteilung teilweise infrage, die traditionelle Klassifikation bleibt jedoch der verbreitetste Rahmen.
Der grundlegende Unterschied liegt im Bau des Beckens. Bei Saurischiern zeigt das Schambein nach vorne und unten — ähnlich dem Becken heutiger Eidechsen. Bei Ornithischiern verläuft das Schambein parallel zum Sitzbein nach hinten — eine Konfiguration, die an das Becken heutiger Vögel erinnert, obwohl Vögel tatsächlich von Saurischiern abstammen. Neben dem Beckenbau gibt es weitere diagnostische Merkmale: Ornithischia besaßen einen zusätzlichen Knochen an der Unterkieferspitze (Praedentale) und zeigten häufig eine Verknöcherung der Sehnen entlang der Wirbelsäule.
Stand 2024 sind etwa 1.000 bis 1.100 Gattungen wissenschaftlich beschrieben und als valide anerkannt. Die tatsächliche Diversität lag vermutlich deutlich höher: Schätzungen gehen von 1.500 bis über 2.000 Gattungen aus. Die Diskrepanz erklärt sich durch die niedrige Fossilisierungsrate — nur ein Bruchteil aller Individuen versteinert unter geeigneten Bedingungen — sowie durch Erhaltungs- und Sammlungsbias. Jährlich werden durchschnittlich 40 bis 50 neue Gattungen beschrieben, wobei China und Argentinien derzeit die produktivsten Fundregionen sind.
Die primäre Methode ist die radiometrische Datierung, bei der der Zerfall radioaktiver Isotope in vulkanischen Gesteinsschichten gemessen wird, die Fossilschichten einrahmen. Für das Mesozoikum werden hauptsächlich die Uran-Blei-Datierung (U-Pb, für Zirkone) und die Argon-Argon-Datierung (⁴⁰Ar/³⁹Ar) eingesetzt. Ergänzend kommen relative Datierungsmethoden zum Einsatz: Biostratigraphie (Leitfossilien, insbesondere Ammoniten und Foraminiferen), Magnetostratigraphie (Umkehrungen des Erdmagnetfelds) und Chemostratigraphie (Isotopenverhältnisse in Sedimenten). Die Kombination mehrerer Methoden ermöglicht heute eine zeitliche Auflösung von teilweise unter 100.000 Jahren.
Das Massenaussterben an der Kreide-Paläogen-Grenze vor 66 Millionen Jahren — ausgelöst durch den Chicxulub-Impakt und möglicherweise verstärkt durch den Dekkan-Trapp-Vulkanismus — traf nicht alle Tiergruppen gleichermaßen. Entscheidend waren Körpergröße, Stoffwechselrate und Nahrungsabhängigkeit. Alle nicht-avialischen Dinosaurier starben aus, während kleinere ektotherme Reptilien (Krokodile, Schildkröten, Eidechsen, Schlangen) aufgrund ihres geringeren Energiebedarfs, ihrer teils aquatischen Lebensweise und ihrer Fähigkeit zur Dormanz überleben konnten. Die avialischen Dinosaurier — Vorfahren der heutigen Vögel — überlebten vermutlich dank kleiner Körpergröße, Flugfähigkeit und generalistischer Ernährung.

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