Taxonomische Geschichte
Marsh beschrieb 1891 zwei Arten gleichzeitig: Torosaurus latus (Holotyp YPM 1830) und Torosaurus gladius (YPM 1831). Hatcher synonymisierte T. gladius bereits 1907 mit T. latus – die PBDB klassifiziert T. gladius als „objective synonym of" T. latus, nicht als subjektives Synonym. Bei derselben Erstpublikation (Marsh 1891) ist diese Klassifikation allerdings ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass die PBDB den Synonymie-Typ möglicherweise vereinfacht hat.
Eine zweite valide Art, Torosaurus utahensis, geht auf Charles Gilmore zurück, der 1946 Frill-Material aus Utah als Arrhinoceratops utahensis beschrieb. Douglas Lawson rekombinierte die Art 1976 zu Torosaurus utahensis – die Klammern in der PBDB-Autorenangabe „(Gilmore 1946)" dokumentieren diese Rekombination. T. utahensis ist in der PBDB mit 3 Occurrences als eigenständige Art geführt und erweitert die Torosaurus-Verbreitung erheblich nach Süden: bis nach Big Bend, Texas.
Die 127 PBDB-Opinions (57 Genus, 70 Species) zeigen eine bemerkenswerte Verteilung: T. utahensis hat mit 32 Opinions mehr als T. latus (25), was die komplexere Rekombinationsgeschichte widerspiegelt. Die Genus-Opinions verteilen sich auf Ceratopsidae (28), Chasmosaurinae (23), Ceratopsinae (3), Ceratopsia (2), Triceratopsini (1) und Agathaumidae (1) – wobei die aktuelle Platzierung in Triceratopsini trotz nur einer einzigen Opinion dort die PBDB-Standardplatzierung ist.