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Therizinosaurus

Therizinosaurus

Der Besitzer der längsten Krallen aller Zeiten

Ein Raubtier, das Pflanzen fraß

Stell dir einen Dinosaurier vor, der aussieht wie ein riesiges Raubtier – aber eigentlich Pflanzen frisst! Der Therizinosaurus war genau so ein Tier. Er gehörte zu den Theropoden, der gleichen Gruppe wie T. rex und Velociraptor, hatte sich aber im Laufe der Evolution zu einem Pflanzenfresser entwickelt.

Mit bis zu 10 Metern Länge und einem Gewicht von 5 bis 10 Tonnen war er ein echtes Schwergewicht. Sein Name bedeutet „Sensenechse" – und wenn du seine Krallen siehst, verstehst du sofort warum.

Entdeckt wurde er 1948 in der Mongolei, aber erst Jahrzehnte später verstanden die Forscher, was für ein Tier er wirklich war.

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Länge
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Jahre her
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Anatomie – Gebaut zum Jagen

Rekord-Krallen

Die Krallen des Therizinosaurus sind die längsten aller bekannten Landtiere. Allein der Krallenknochen war etwa 52 cm lang – mit der Hornschicht darüber erreichten sie rund 70 cm, möglicherweise sogar bis zu 1 Meter! Zum Vergleich: Das ist länger als ein Schwert.

Massiger Körper

Mit 5.000 bis 10.000 kg war Therizinosaurus extrem schwer für einen Theropoden. Sein Körper war breit und tonnenförmig, ähnlich wie bei einem heutigen Elefanten. Forscher nennen diese Bauweise „graviportal" – sie ist typisch für sehr schwere Tiere mit säulenartigen Beinen.

Federkleid

Therizinosaurus war wahrscheinlich befiedert! Sein Verwandter Beipiaosaurus aus China wurde mit zwei Arten von Federn gefunden: kürzeren Daunenfedern und längeren, einzigartigen Federn. Diese Entdeckung von 1999 war ein Beweis dafür, dass auch große Theropoden Federn trugen.

Besondere Füße

Der Therizinosaurus hatte einen ungewöhnlichen Fuß mit vier funktionalen Zehen. Die meisten Theropoden liefen nur auf drei Zehen. Dieser breite Fuß half, das enorme Gewicht besser zu verteilen – ähnlich wie Schneeschuhe beim Menschen.

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Größenvergleich

Mensch
Elefant
Therizinosaurus
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Leben und Verhalten

Ernährung

Therizinosaurus war ein Pflanzenfresser – obwohl seine Vorfahren Fleischfresser waren! Leider wurde bisher kein Schädel gefunden, daher wissen wir über seine Ernährung vor allem durch verwandte Arten.

Forscher diskutieren, wofür die riesigen Krallen dienten: Zum Heranziehen von Ästen (das „Hook-and-Pull"-Modell) oder vielleicht zur Abschreckung von Feinden und zum Beeindrucken von Artgenossen.

Pflanzenfresser

Fortpflanzung

Wie alle Dinosaurier legte Therizinosaurus Eier. Fossile Nester verwandter Therizinosauroiden zeigen, dass die Eier in Gruben im Boden abgelegt wurden.

Von anderen Therizinosauroiden wie Neimongosaurus kennen Forscher ganze Gelege.

Eierlegend

Lebensraum

Die Nemegt-Formation in der heutigen Gobi-Wüste war vor 72 bis 68 Millionen Jahren eine grüne Landschaft mit Flüssen und Wäldern. Die Jahresdurchschnittstemperatur lag bei 7,6 bis 8,7 °C.

Er lebte neben berühmten Dinosauriern wie Tarbosaurus (einem großen Raubsaurier) und Deinocheirus (einem weiteren Theropoden mit riesigen Armen).

Mongolei

Entdeckungsgeschichte

1948 fand eine sowjetisch-mongolische Expedition die ersten Krallen. Der Forscher Maleev hielt sie 1954 für Rippen einer Riesenschildkröte! Erst 1970 erkannte Rozhdestvensky, dass sie zu einem Theropoden gehörten.

1993 half die Entdeckung von Alxasaurus in China, die Verwandtschaft zu klären. Und 1999 bewies Beipiaosaurus, dass diese Gruppe befiedert und Teil der Coelurosauria war.

Verwechslungsgeschichte
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Fundorte

Fundort
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Die Geschichte der Entdeckung

1948

Entdeckung

Eine sowjetisch-mongolische Expedition fand in der Gobi-Wüste riesige, mysteriöse Krallen. Niemand wusste, zu welchem Tier sie gehörten.

1954

Fehlinterpretation

Der Forscher Maleev dachte, die Krallen seien Rippen einer Riesenschildkröte! Er nannte das Tier Therizinosaurus cheloniformis – „schildkrötenförmige Sensenechse".

1970

Korrektur

Der russische Paläontologe Rozhdestvensky erkannte: Die Krallen gehören gar nicht zu einer Schildkröte, sondern zu einem Theropoden – einem zweibeinigen Dinosaurier!

1979

Segnosauria

Perle schuf eine eigene Gruppe namens Segnosauria für Therizinosaurus und seine Verwandten. Aber wo genau diese Gruppe hingehörte, war noch lange unklar.

1993

Verwandtschaft geklärt

Die Entdeckung von Alxasaurus in China lieferte endlich genug Skelettmaterial, um zu zeigen: Therizinosaurus war ein Theropode – ein Verwandter von T. rex, der aber Pflanzen fraß!

1999

Federn entdeckt

In China wurde Beipiaosaurus entdeckt – ein kleiner Verwandter von Therizinosaurus mit Federn! Das bewies: Diese Dinosauriergruppe gehört zu den Coelurosauria und war befiedert.

2014

Krallenfunktion

Eine biomechanische Studie zeigte: Die riesigen Krallen waren am besten zum Heranziehen von Ästen geeignet – das sogenannte Hook-and-Pull-Modell. Therizinosaurus nutzte sie wie riesige Pflanzenhaken!

2025

Neue Verwandte

Immer neue Verwandte werden entdeckt: 2025 wurde Duonychus beschrieben – der erste Therizinosaur mit nur zwei funktionalen Fingern. Und der älteste Zahn der Gruppe stammt sogar aus dem Jura!

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