Schädel und Schnabel
Der Schädel von Gallimimus war proportional klein, leicht gebaut und zahnlos. Statt Zähnen besaß das Tier einen Keratinschnabel – eine Konvergenz zu modernen Vögeln. Das namensgebende Merkmal ist eine Bulla (knöcherne Blase) am Parasphenoid des Schädels, die Osmólska, Roniewicz und Barsbold bei der Erstbeschreibung 1972 an die Tympanbulla von Hühnervögeln erinnerte – daher der Artname „bullatus" (lat. „mit Blase versehen").
Die 2001 von Norell et al. aufgestellte Hypothese, dass die lamellären Strukturen im Schnabel auf eine Filtrier-Ernährung ähnlich wie bei Flamingos hindeuteten, wurde 2005 von Barrett überzeugend widerlegt. Barrett zeigte, dass die Schnabelstruktur von Gallimimus für eine effektive Filtration weder fein genug noch funktional geeignet war.