Ryan, Holmes und Russell (2007) revidierten die Gattung umfassend: S. parksi (Brown & Schlaikjer 1937) wurde als Synonym von S. albertensis eingestuft. S. ovatus (Gilmore 1930, Holotyp USNM 11869, entdeckt 1928 von George F. Sternberg in der Two Medicine Formation, Montana) blieb als eigene Art erhalten, wurde aber 2010 von McDonald und Horner (in: New Perspectives on Horned Dinosaurs, Indiana University Press, pp. 156–168) in die eigene Gattung Rubeosaurus überführt. Wilson, Ryan und Evans (2020, Royal Society Open Science 7: 200284) beschrieben dann Stellasaurus ancellae als Übergangsform und stellten S. ovatus wieder als Schwestertaxon zu S. albertensis – was Rubeosaurus überflüssig machte.
Die von Wilson et al. (2020) vorgeschlagene anagennetische Abfolge – Styracosaurus → Stellasaurus → Einiosaurus → Achelousaurus → Pachyrhinosaurus – ist eine der faszinierendsten Hypothesen der Ceratopsier-Forschung. Sie impliziert, dass diese Gattungen keine echten Verzweigungen darstellen, sondern eine direkte Evolutionslinie bilden, in der sich die Ornamentierung graduell von langen Stacheln (Styracosaurus) über Knochenhöcker (Achelousaurus) zu flachen Bossen (Pachyrhinosaurus) veränderte. Ob S. ovatus letztlich eine eigene Art, eine eigene Gattung oder nur eine Variante von S. albertensis ist, bleibt angesichts der durch „Hannah" dokumentierten enormen innerartlichen Variation offen.