Die Erstbeschreibung von Diabloceratops eatoni erfolgte 2010 durch Kirkland und DeBlieux im Sammelband „New Perspectives on Horned Dinosaurs" (Indiana University Press, S. 117–140). Der Holotyp UMNH VP 16699, gefunden 2002 von Don DeBlieux, ist ein partieller Schädel mit intakter rechter Seite und teilweise verwitterter linker Seite. Das zweite Exemplar UMNH VP 16704, entdeckt 1998 von Joshua A. Smith, wurde erst bei der Erstbeschreibung Diabloceratops zugeordnet — seine Zugehörigkeit ist jedoch umstritten, da es Merkmale abgeleiteter Centrosaurinen teilt.
Die phylogenetische Position von Diabloceratops variiert zwischen Analysen erheblich. Kirkland und DeBlieux (2010) platzierten ihn basal zu allen Centrosaurinae. Lund et al. (2016, PLoS ONE 11(5):e0154403) rekonstruierten ihn als Schwester zu Albertaceratops in der Bayesianischen Topologie. Ryan et al. (2017, Canadian Journal of Earth Sciences 54(1):1–14) definierten drei Centrosaurinae-Tribus — Nasutoceratopsini, Centrosaurini und Pachyrhinosaurini —, wobei die Zuordnung von Diabloceratops zu diesen Tribus offen bleibt. Eine 2019-Analyse platzierte Diabloceratops sogar außerhalb der Ceratopsidae, was allerdings eine Minderheitsposition darstellt.
Ein zentrales Thema ist die Laramidia-Provinzialismus-Hypothese: Diabloceratops, Nasutoceratops (Sampson et al. 2013, Proceedings of the Royal Society B 280:20131186), Machairoceratops (Lund et al. 2016) und Menefeeceratops (Dalman et al. 2021, PalZ 95:291–335) bilden eine Gruppe basaler Centrosaurinen aus dem südlichen Laramidia (Utah, New Mexico). Diese Verteilung stützt die Hypothese, dass Centrosaurinae in Südlaramidia entstanden und erst im späten Campanium nach Norden (Alberta, Montana) migrierten. Zum Zeitpunkt der Erstbeschreibung 2010 galt Diabloceratops als ältester bekannter Ceratopside. Seit 2021 wird Menefeeceratops sealeyi (~82 Ma) als potenziell älterer Kandidat gehandelt.