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dinos.life

Erlebe den Plesiosaurus in Aktion – so hat er sich durchs Meer bewegt!

Plesiosaurus

Das Meeresreptil mit dem Schlangenhals

Kein Dino – aber trotzdem faszinierend!

Aufgepasst: Der Plesiosaurus war gar kein Dinosaurier! Er gehörte zu einer eigenen Gruppe von Meeresreptilien, den sogenannten Plesiosauria. Während die Dinosaurier an Land lebten, beherrschte der Plesiosaurus die Meere des Jura-Zeitalters.

Mit seinen 3,5 Metern Länge war er etwa so lang wie ein Kleinwagen. Sein auffälligstes Merkmal: ein extrem langer Hals mit rund 40 Wirbeln! Zum Vergleich – wir Menschen haben nur 7 Halswirbel. Dieser Hals machte rund 40 Prozent seiner Körperlänge aus.

Entdeckt wurde er vor über 200 Jahren in England. Die berühmte Fossilienjägerin Mary Anning fand 1823 das erste vollständige Skelett – ein Fund, der die Wissenschaft veränderte.

Das Meeresreptil mit dem Schlangenhals
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Körperlänge
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Geschätztes Gewicht
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Halswirbel
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Schwimmtempo
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Anatomie – Gebaut zum Jagen

Der Schlangenhals

Der Hals des Plesiosaurus bestand aus etwa 40 Wirbeln und war rund 1,4 Meter lang. Allerdings war er nicht so beweglich wie bei einer Schlange – nach oben und zur Seite konnte er sich kaum biegen. Am besten funktionierte die Bewegung nach unten, zum Meeresboden hin.

Der Minikopf

Verglichen mit dem Körper war der Kopf winzig: nur 18 bis 25 Zentimeter lang, etwa so groß wie eine Kokosnuss. Dafür hatte er große Augen an den Seiten, mit denen er in alle Richtungen schauen konnte – praktisch, um Feinde und Beute zu erspähen.

Das Flossenquartett

Vier nahezu gleich geformte Flossen – das ist einzigartig im Tierreich! Jede Flosse hatte fünf Zehen, die von einer Hautmembran verbunden waren. Die Hinterflossen erzeugten zusammen mit den Vorderflossen bis zu 60 % mehr Schub, als wenn sie alleine arbeiten würden.

Das Nadelgebiss

Rund 80 nadelspitze Zähne steckten in seinem Maul, jeder etwa 2 bis 3 Zentimeter lang. Sie waren leicht nach vorn gebogen und bildeten eine Art Fischfalle: perfekt, um glitschige Fische und Tintenfisch-Verwandte (Belemniten) zu schnappen und ganz zu verschlucken.

Plesiosaurus Skelett
Plesiosaurus Skelett im Museum
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Größenvergleich

Mensch
Kleinwagen
Plesiosaurus
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Leben und Verhalten

Ernährung

Der Plesiosaurus war ein Fleischfresser, der sich von Fischen und Belemniten (ausgestorbene Tintenfisch-Verwandte) ernährte. Mit seinem langen Hals konnte er den Kopf nah an einen Fischschwarm heranführen, während sein Körper weiter entfernt blieb.

In den Mägen von Plesiosauriern wurden auch Gastrolithen gefunden – verschluckte Steine. Ob die der Verdauung dienten oder als Ballast beim Tauchen halfen, ist bis heute nicht geklärt.

Jäger

Fortpflanzung

Anders als die meisten Reptilien legte der Plesiosaurus keine Eier. Er brachte lebende Jungtiere zur Welt – direkt im Wasser! Das weiß man von einem verwandten Meeresreptil namens Polycotylus, bei dem ein Fossil zusammen mit seinem ungeborenen Baby gefunden wurde.

Das Baby war schon vor der Geburt erstaunlich groß: etwa ein Drittel der Mutterlänge. So ähnlich wie bei heutigen Walen und Delfinen.

Lebendgebärend

Lebensraum

Vor rund 195 Millionen Jahren bedeckten flache Meere große Teile des heutigen Europas. In diesen warmen, küstennahen Gewässern jagte der Plesiosaurus seine Beute.

Seine Fossilien stammen hauptsächlich aus Südengland, besonders aus Lyme Regis an der Küste von Dorset.

Jura-Meer

Sozialverhalten

Wahrscheinlich war der Plesiosaurus ein Einzelgänger. Es gibt bisher keine fossilen Belege für Gruppenverhalten.

Die Tatsache, dass pro Geburt nur ein großes Jungtier zur Welt kam, deutet auf eine enge Eltern-Kind-Bindung hin – ähnlich wie bei heutigen Delfinen.

Einzelgänger
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Fundorte

Fundort
5

Die Geschichte der Entdeckung

-199

-195

-190

1821

1823

1824

2011

2017

2025

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