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dinos.life

Sieh den Pteranodon in Aktion!

Pteranodon

Der König der Lüfte über dem Kreidemeer

Kein Dinosaurier – aber trotzdem faszinierend!

Halt! Bevor wir weitermachen, müssen wir etwas klarstellen: Pteranodon war KEIN Dinosaurier! Er gehörte zu den Pterosauriern – einer komplett anderen Gruppe fliegender Reptilien. Dinosaurier und Pterosaurier hatten zwar gemeinsame Vorfahren, entwickelten sich aber getrennt voneinander.

Pteranodon war einer der größten Flugsaurier überhaupt. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 7,6 Metern – so breit wie ein kleines Sportflugzeug! – segelte er vor etwa 86–72 Millionen Jahren über ein riesiges Binnenmeer, das damals Nordamerika teilte. Sein Name bedeutet „Flügel ohne Zahn", denn im Gegensatz zu älteren Flugsauriern hatte er keine Zähne mehr.

Mit über 1.200 gefundenen Fossilien ist Pteranodon der bestdokumentierte Pterosaurier der Welt. Wir wissen mehr über ihn als über jeden anderen Flugsaurier!

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Flügelspannweite
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Gewicht
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Fossilien gefunden
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Zähne
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Anatomie – Gebaut zum Jagen

Der Schädelkamm

Männliche Pteranodons hatten einen riesigen Knochenkamm auf dem Kopf – bis zu 1 Meter lang! Bei P. longiceps zeigte er nach hinten, bei P. sternbergi stand er aufrechter. Weibchen hatten viel kleinere Kämme. Der Kamm diente wahrscheinlich zur Erkennung von Artgenossen und zum Beeindrucken von Partnerinnen – nicht zum Steuern beim Fliegen, wie früher angenommen.

Der zahnlose Schnabel

Im Gegensatz zu älteren Pterosauriern wie Pterodactylus hatte Pteranodon keine Zähne mehr – daher sein Name! Der lange, spitze Schnabel war perfekt zum Fischen. Der Oberkiefer war länger als der Unterkiefer und leicht nach oben gebogen, ähnlich wie bei heutigen Pelikanen.

Die Riesenflügel

Die Flügel bestanden aus einer Hautmembran, die zwischen dem extrem verlängerten vierten Finger und dem Körper gespannt war. Männchen erreichten 5,6–7,6 m Spannweite, Weibchen etwa 3,8 m. Das Aspektverhältnis (Länge zu Breite) war 9:1 – noch besser als bei Albatrossen (8:1)! Perfekt für energiesparendes Gleiten.

Die ultraleichten Knochen

Um fliegen zu können, musste Pteranodon extrem leicht sein. Seine Knochen waren hohl und hatten Wände von nur etwa 1 mm Dicke – dünner als eine Eierschale! Trotz seiner Riesenflügel wog ein großes Männchen nur etwa 15–25 kg – so viel wie ein mittelgroßer Hund.

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Größenvergleich

Mensch (1,80 m)
Wanderalbatros
Pteranodon
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Leben und Verhalten

Ernährung

Pteranodon war ein Fischfresser. Wissenschaftler haben fossile Fischreste im Magenbereich und sogar zwischen den Kiefern von Pteranodon-Fossilien gefunden – der direkte Beweis!

Er jagte wahrscheinlich, indem er auf dem Wasser landete und mit seinem langen Hals bis zu 80 cm tief nach Fischen tauchte. Vielleicht fraß er auch Aas an der Küste.

Fischfresser

Fortpflanzung

Pteranodon legte Eier mit weichen, lederartigen Schalen – nicht hart wie Vogeleier! Die Nester lagen wahrscheinlich auf Felseninseln, geschützt vor Raubtieren.

Weibchen waren doppelt so häufig wie Männchen. Das deutet auf Polygynie hin – ein Männchen hatte mehrere Partnerinnen, wie bei heutigen Robben.

Eierlegend

Lebenserwartung

Die genaue Lebenserwartung ist unbekannt, weil die dünnen Knochen zu zerdrückt sind für genaue Analysen.

Wissenschaftler schätzen etwa 30 Jahre, basierend auf Vergleichen mit dem ökologisch ähnlichen Albatros.

~30 Jahre (geschätzt)

Lebensraum

Pteranodon lebte an den Küsten des Western Interior Seaway – eines riesigen Binnenmeeres, das Nordamerika während der Kreide in zwei Hälften teilte. Es war bis zu 760 m tief und 970 km breit!

Er segelte wie ein Albatros über die Wellen und teilte seinen Lebensraum mit Meeresreptilien wie dem 15 m langen Tylosaurus und dem Riesenfisch Xiphactinus.

Western Interior Seaway

Wichtig: Kein Dinosaurier!

Pteranodon war KEIN Dinosaurier! Er gehörte zu den Pterosauriern – einer eigenen Gruppe fliegender Reptilien. Beide Gruppen gehören zu den Archosauriern und hatten gemeinsame Vorfahren, entwickelten sich aber getrennt.

Auch „Pterodactyl" ist kein korrekter wissenschaftlicher Begriff! Pteranodon und Pterodactylus sind verschiedene Gattungen aus verschiedenen Zeiten.

Nicht mit Dinos verwechseln!
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Fundorte

Fundort
Hauptfundort
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Die Geschichte der Entdeckung

1871

Erste Pteranodon-Knochen entdeckt

1871 entdeckte der berühmte Paläontologe Othniel Charles Marsh die ersten Pteranodon-Flügelknochen in Kansas. Er hielt sie zunächst für europäische Pterodactylen und nannte sie Pterodactylus oweni. Ein Fischzahn, den er für einen Pterosaurier-Zahn hielt, führte zu Verwirrung!

1876

Der Name Pteranodon wird geprägt

Am 2. Mai 1876 fand Samuel Wendell Williston den ersten Pteranodon-Schädel. Da entdeckte Marsh etwas Erstaunliches: Dieser Flugsaurier hatte gar keine Zähne! Er gab ihm den neuen Namen Pteranodon – „Flügel ohne Zahn". Es war der erste Flugsaurier, der außerhalb Europas entdeckt wurde!

1952

George Sternberg findet eine neue Art

Der legendäre Fossiliensammler George F. Sternberg entdeckte in Kansas ein besonderes Pteranodon-Exemplar. Es hatte einen anderen Kamm als die bis dahin bekannten Fossilien – aufrechter und nach vorne gerichtet. Es wurde als Pteranodon sternbergi beschrieben, benannt nach seinem Entdecker!

1992

Das Geheimnis der zwei Größen wird gelüftet

Wissenschaftler waren lange verwirrt: Warum gab es große Pteranodons mit riesigen Kämmen und kleine mit winzigen Kämmen? Der Forscher S. Christopher Bennett fand die Antwort: Die großen waren Männchen, die kleinen Weibchen! Der Kamm diente wahrscheinlich dazu, Partnerinnen zu beeindrucken.

2010

Wie schwer war Pteranodon wirklich?

Frühere Schätzungen sagten, Pteranodon habe bis zu 93 kg gewogen. Aber die Forscher Mark Witton und Michael Habib zeigten: Das war viel zu hoch! Sie berechneten, dass ein großes Männchen nur etwa 15–35 kg wog – leichter als ein großer Hund, trotz 7 Meter Flügelspannweite!

2024

Geosternbergia kehrt zu Pteranodon zurück

Einige Wissenschaftler hatten P. sternbergi in eine eigene Gattung namens Geosternbergia gestellt. Aber neue Untersuchungen 2024 zeigten: Die Unterschiede sind nicht groß genug. Jetzt gehören alle wieder zu Pteranodon – auch wenn die Debatte weitergeht!

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