Das Aussterben der Dinosaurier
Vor 66 Millionen Jahren
Vor etwa 66 Millionen Jahren endete das Zeitalter der Dinosaurier abrupt. Diese Grenze zwischen der Kreidezeit und dem Paläogen nennen Wissenschaftler die K-Pg-Grenze (früher auch K-T-Grenze genannt). Was genau ist passiert? Forscher haben verschiedene Theorien entwickelt – und heute wissen wir, dass wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammenkamen.
Theorien
Der Asteroideneinschlag
Ein riesiger Asteroid von etwa 10-15 Kilometern Durchmesser schlug auf der heutigen Halbinsel Yucatán in Mexiko ein. Der Einschlag war so gewaltig, dass er globale Auswirkungen hatte.
- •Der Einschlag erzeugte eine Explosion, die stärker war als alle Atombomben der Welt zusammen
- •Eine riesige Staubwolke verdunkelte die Sonne für Monate oder sogar Jahre
- •Ohne Sonnenlicht starben die Pflanzen, und die Nahrungsketten brachen zusammen
- •Die Temperaturen sanken drastisch (Impact-Winter)
Der Vulkanismus (Dekkan-Trapps)
Zur gleichen Zeit gab es in Indien eine der größten Vulkanausbruch-Serien der Erdgeschichte. Die sogenannten Dekkan-Trapps bedeckten eine Fläche größer als Frankreich mit Lava.
- •Über 800.000 Jahre lang gab es immer wieder massive Vulkanausbrüche
- •Die Vulkane stießen riesige Mengen CO2 und Schwefeldioxid aus
- •Das Klima wurde instabil – erst wärmer, dann kälter
- •Die Ozeane versauerten durch die vulkanischen Gase
Die Kombinations-Theorie
Die meisten Forscher glauben heute, dass beide Ereignisse zusammen das Aussterben verursacht haben. Die Vulkane schwächten die Ökosysteme, und der Asteroid gab ihnen den Rest.
- •Die Dekkan-Vulkane stressten die Tierwelt bereits vor dem Einschlag
- •Der Asteroid war dann der finale Todesstoß
- •Die Kombination machte eine Erholung unmöglich
- •Nur kleine, anpassungsfähige Tiere überlebten