Die Entdeckung von Maiasaura hatte Auswirkungen weit über die Paläontologie hinaus. 1985 wurde sie zum Staatsfossil von Montana erklärt (Bill 130, unterzeichnet am 22. Februar 1985). Im selben Jahr flog ein Maiasaura-Knochenfragment an Bord der Spacelab-2-Mission (STS-51-F, Space Shuttle Challenger, 29. Juli 1985) ins All – mitgenommen von dem Astronauten und Montana-Bewohner Loren Acton. Damit war Maiasaura der erste Dinosaurier im Weltraum.
Der wissenschaftliche Erstbeschreiber Jack Horner wurde durch Maiasaura international bekannt und diente später als Berater für die Jurassic-Park-Filme. Die Entdeckung trug maßgeblich dazu bei, das öffentliche Bild von Dinosauriern als kalte, instinktlose Reptilien zu korrigieren. 2025 erhielt die Fundstelle Egg Mountain den Status als internationales Geoerbe (IUGS International Geoheritage Site), was ihre Bedeutung auch institutionell würdigt.
Taxonomisch wurde 2021 erstmals ein Maiasaura-Fund außerhalb der USA bestätigt: McFeeters, Evans, Ryan & Maddin beschrieben Material aus Alberta, Kanada. Dies erweitert das bekannte Verbreitungsgebiet und wirft Fragen zur paläobiogeographischen Mobilität spätkreidezeitlicher Hadrosaurier auf.