
Proyandusaurus
Der Name, der nicht zählt
Was ist ein Nomen nudum?
In der Paläontologie gibt es strenge Regeln für Dinosaurier-Namen. Ein Name wird erst gültig, wenn er in einer richtigen Veröffentlichung mit einer ausführlichen Beschreibung erscheint. Proyandusaurus wurde 1999 von dem Forscher Fabien Knoll in einem Konferenz-Abstract erwähnt – einer kurzen Notiz für eine Tagung. Das reicht nicht! Solche Namen nennt man „Nomen nudum" – lateinisch für „nackter Name".
In der PBDB hat Proyandusaurus deshalb 0 Fundstellen, 0 registrierte Arten und nur 1 einzige Meinung. Die Fossilien, die Knoll als Proyandusaurus bezeichnete, wurden 2005 von Barrett, Butler und Knoll stattdessen als Hexinlusaurus multidens beschrieben – mit einer vollständigen Beschreibung im Journal of Vertebrate Paleontology. Proyandusaurus ist also ein „Geistername": Er existiert in der Datenbank, steht aber für kein gültig beschriebenes Tier.
Fundorte
Keine Fundort-Daten verfügbar.
Die Geschichte der Entdeckung
Der Forscher Fabien Knoll erwähnt den Namen „Proyandusaurus multidens" in einem Konferenz-Abstract – einer kurzen Notiz für eine Tagung. Das reicht aber nicht, um einen Dinosaurier-Namen gültig zu machen.
Barrett, Butler und Knoll beschreiben die gleichen Fossilien jetzt richtig: Sie heißen ab sofort Hexinlusaurus multidens. Knoll selbst ist Co-Autor – er hat also den alten Namen Proyandusaurus freiwillig aufgegeben.
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