
Parksosaurus warreni
Ein Dino mit fast 100 Jahren Forschungsgeschichte
Parksosaurus – 92 Meinungen in fast 100 Jahren
Parksosaurus warreni hat eine außergewöhnlich lange Forschungsgeschichte: Er wurde bereits 1926 beschrieben – allerdings zunächst unter dem Namen Thescelosaurus warreni. Erst 1937 erkannte Sternberg, dass es sich um eine eigene Gattung handelt, und gab ihr den Namen Parksosaurus.
Die Fossilien stammen aus der Horseshoe Canyon Formation in Alberta, Kanada. Sie datieren ins Maastrichtium – die letzte Stufe der Kreidezeit, etwa 72 bis 66 Millionen Jahre alt. An einer Fundstelle (TMP NL-1) wurde Parksosaurus zusammen mit 23 anderen Tierarten gefunden, darunter Hypacrosaurus, Tyrannosauridae und frühe Säugetiere.
Mit 92 taxonomischen Meinungen ist Parksosaurus der meistdiskutierte kleine Ornithischier in unserer gesamten Serie. Über Jahrzehnte galt er als Hypsilophodontide, bevor er 2013 in die Thescelosaurinae eingeordnet wurde. 1964 schlug ein Forscher sogar vor, ihn mit Thescelosaurus zu vereinen – was aber nicht akzeptiert wurde.
Fundorte
Die Geschichte der Entdeckung
William A. Parks beschrieb 1926 ein Teilskelett aus Alberta als Thescelosaurus warreni – er dachte, es gehöre zur selben Gattung wie Thescelosaurus.
Elf Jahre später erkannte Sternberg, dass die Fossilien sich von Thescelosaurus unterscheiden. Er schuf den neuen Namen Parksosaurus – zu Ehren von Parks.
Brown und Kollegen ordneten Parksosaurus 2013 in die Unterfamilie Thescelosaurinae ein – zusammen mit Thescelosaurus. In derselben Arbeit schufen sie auch die Orodrominae.
2022 veröffentlichten Sues und Kollegen eine umfassende Untersuchung der Knochen von Parksosaurus. Sie bestätigten die Einordnung in die Thescelosaurinae.
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