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Haya griva

Haya griva

Ein mongolischer Pflanzenfresser mit turbulenter Stammbaum-Geschichte

Haya – fünf Familien in zehn Jahren

Haya griva ist ein kleiner pflanzenfressender Dinosaurier aus der Oberkreide der Mongolei. Er wurde 2011 von Makovicky, Kilbourne, Sadleir und Norell beschrieben. Sein Name kommt aus dem Sanskrit und bezieht sich auf ein Pferdewesen aus der hinduistischen Mythologie.

Die Fossilien stammen von zwei Fundorten: Khugenetjavkhlant in der Javkhlant Formation und Ukhaa Tolgod in der berühmten Djadokhta Formation. Beide liegen in der mongolischen Wüste Gobi und sind etwa 86 bis 72 Millionen Jahre alt (Santonium bis Campanium).

Was Haya besonders spannend macht: Kaum ein kleiner Ornithischier wurde so oft umklassifiziert. In nur zehn Jahren wanderte er durch fünf verschiedene Familien – von Ornithopoda über Jeholosauridae, Thescelosaurinae und Orodrominae bis zur aktuellen Einordnung in die Thescelosauridae (Barta & Norell 2021). Insgesamt gibt es 19 taxonomische Meinungen.

Ein mongolischer Pflanzenfresser mit turbulenter Stammbaum-Geschichte
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Erstbeschreibung durch Makovicky et al.
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Millionen Jahre alt (Santonium–Campanium)
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Fundstellen in der Mongolei
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taxonomische Meinungen (2011–2021)
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Fundorte

Fundort
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Die Geschichte der Entdeckung

2011

Makovicky, Kilbourne, Sadleir und Norell beschreiben Haya griva als neuen kleinen Pflanzenfresser aus der Mongolei. Der Name stammt aus dem Sanskrit und bezieht sich auf ein Pferdewesen aus der hinduistischen Mythologie. Zunächst wird Haya den Ornithopoda zugeordnet.

2013

Brown und Kollegen ordnen Haya den Thescelosaurinae zu – einer Unterfamilie kleiner Pflanzenfresser. In derselben Studie errichten sie auch die Orodrominae, eine verwandte Gruppe. Damit beginnt Hayas Reise durch verschiedene Familien.

2018

Madzia, Boyd und Mazuch ordnen Haya den Orodrominae zu – derselben Gruppe wie Oryctodromeus und Orodromeus. Doch auch diese Einordnung hält nicht lange.

2021

Barta und Norell veröffentlichen eine 111 Seiten lange Studie über Haya – die bisher gründlichste Untersuchung. Sie ordnen ihn den Thescelosauridae zu, ohne eine Unterfamilie anzugeben. Nach fünf verschiedenen Familien in zehn Jahren hat Haya endlich eine stabile Adresse.

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