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ausfluege7 Min. Lesezeit

Fossilien suchen mit Kindern: Wo, wie und was du brauchst

Wo kannst du in Deutschland, Österreich und der Schweiz Fossilien finden? Was brauchst du an Ausrüstung — und darfst du behalten, was du findest? Ein praktischer Guide für Familien.

Es gibt einen Moment, den kennen alle Eltern, die mit ihren Kindern Fossilien suchen: Dein Kind klopft auf einen Stein, er bricht auf — und darin liegt ein Abdruck, der 150 Millionen Jahre alt ist. Etwas, das noch nie jemand gesehen hat. Diesen Moment kannst du nicht kaufen. Aber du kannst ihn planen.
Fossilien suchen mit Kindern ist einfacher als die meisten Eltern denken. Du brauchst kein Vorwissen, keine teure Ausrüstung und keinen Paläontologie-Abschluss. Was du brauchst: den richtigen Ort, ein paar Werkzeuge und etwas Geduld. Dieser Artikel zeigt dir, wo du im DACH-Raum suchen kannst, was du einpacken solltest und was erlaubt ist.

Wo kannst du Fossilien suchen?

Fossilien findest du überall dort, wo Sedimentgestein an die Oberfläche tritt — also Kalkstein, Schiefer oder Sandstein. In der Praxis heißt das: Steinbrüche, Küstenabschnitte, Flussufern und Gebiete mit freigelegtem Gestein. Im DACH-Raum gibt es zahlreiche Orte, an denen Familien gezielt suchen können.

Besuchersteinbrüche in Deutschland

Die beste Option für Familien sind Besuchersteinbrüche — Steinbrüche, die offiziell für Besucher geöffnet sind und in denen das Sammeln erlaubt ist. Hier musst du dir keine Gedanken über Genehmigungen machen und bekommst oft Werkzeug gestellt.
Solnhofen und Eichstätt (Bayern): Der Solnhofener Plattenkalk ist eine der berühmtesten Fossilienlagerstätten der Welt. Hier wurde unter anderem der Archaeopteryx gefunden. In den Besuchersteinbrüchen Solnhofen und Blumenberg kannst du selbst Kalksteinplatten spalten und nach Ammoniten, Fischen und Krebsen suchen. Die Steinbrüche sind saisonal geöffnet, in der Regel von April bis Oktober. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise auf den jeweiligen Websites.
Holzmaden (Baden-Württemberg): In der Nähe des Urwelt-Museums Hauff gibt es Steinbrüche, in denen du im Posidonienschiefer nach Fossilien aus der Jurazeit klopfen kannst. Die Funde sind oft Ammoniten und Belemniten — gut erhaltene Exemplare sind keine Seltenheit.
Nettersheim (Eifel): Das Naturzentrum Eifel in Nettersheim bietet geführte Fossilienexkursionen für Familien an. Die Funde stammen aus der Devon-Zeit (etwa 380 Millionen Jahre alt) — älter als jeder Dinosaurier. Korallen, Brachiopoden und Trilobiten sind hier die Stars.
Münchehagen (Niedersachsen): Der Dinopark Münchehagen bietet eine Kindergrabung, bei der unter Anleitung echte Fossilien freigelegt werden. Keine freie Suche, aber eine betreute Grabungserfahrung — besonders geeignet als Einstieg für jüngere Kinder.

Fundorte in Österreich und der Schweiz

In Österreich ist der Steinbruch Ernstbrunn (Niederösterreich) ein bekannter Fundort für Jura-Fossilien, insbesondere Korallen und Muscheln. In der Schweiz ist der Monte San Giorgio (Tessin, UNESCO-Welterbe) eine der wichtigsten Fossilienlagerstätten Europas — allerdings darf dort nicht frei gesammelt werden. Für Schweizer Familien ist das Sauriermuseum Frick eine Alternative: Die nahegelegene Tongrube hat in der Vergangenheit bedeutende Plateosaurus-Funde geliefert.
Alle Besuchersteinbrüche und Grabungsangebote im DACH-Raum findest du auf unserer Ausflüge-Übersichtsseite — filterbar nach Region, Typ und Alter.

Bernstein suchen an der Ostsee

Kinderhand hält mehrere honigfarbene Bernsteinstücke über einem Ostseestrand im kühlen Morgenlicht, im Hintergrund Spülsaum mit Seetang und Treibholz
Bernstein glüht unter UV-Licht und schwimmt in Salzwasser — zwei Tricks, mit denen du echte Funde von Phosphor unterscheiden kannst
Eine Sonderform der Fossiliensuche, die bei Kindern besonders beliebt ist: Bernstein. An der Ostsee — vor allem an den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Rügen und Usedom sowie an der polnischen und baltischen Küste — wird regelmäßig Bernstein angespült. Baltischer Bernstein ist zwischen 34 und 38 Millionen Jahre alt und enthält manchmal Einschlüsse: winzige Insekten, Pflanzenreste oder Luftblasen, die seit dem Eozän konserviert sind.
Die besten Chancen hast du nach Winterstürmen (November bis Februar) und nach kräftigen Nordwest-Winden, die Material vom Meeresboden an den Strand spülen. Bernstein ist leichter als die meisten Steine — er schwimmt in Salzwasser. Such im Spülsaum zwischen Seetang, Holzstücken und Muscheln. Bernstein glüht unter UV-Licht blau-weiß, falls du eine UV-Taschenlampe mitnehmen willst.

Wichtig: Am Strand angespülter Phosphor sieht Bernstein sehr ähnlich, ist aber hoch entzündlich und kann sich an der Luft oder in der Hosentasche selbst entzünden. Nie Strandfunde direkt in die Tasche stecken — immer in ein Glas oder eine Metalldose. Im Zweifelsfall: Stein in Wasser legen. Bernstein schwimmt, Phosphor nicht.

Bernstein ist für Kinder ab 4 Jahren spannend — die Suche am Strand ist einfach, die Funde sind haptisch und visuell ansprechend, und die Geschichte dahinter ("Das ist älter als alle Dinosaurier, die du kennst") begeistert. Für Kinder, die schon in der Dino-Phase stecken, ist Bernstein der perfekte Brückenschlag: keine Dinosaurier, aber die gleiche Faszination für uralte Dinge.

Welche Ausrüstung brauchen Kinder?

Overhead-Flat-Lay mit Geologenhammer, Schutzbrille, Klapp-Lupe, Notizheft mit Bleistift, Rucksack, Zeitungspapier und einem Referenz-Ammoniten auf rohen Holzbrettern
Die Grundausstattung passt in einen kleinen Rucksack — und reicht für viele Jahre Fossiliensuche
Die Grundausstattung für die Fossiliensuche ist überraschend einfach und kostet weniger als ein Museumsbesuch:
  1. Geologen-Hammer (Schürfeisen): Ein richtiger Geologen-Hammer mit flacher Seite und Pickelseite. Kein Haushaltshammer — der ist zu schwer und hat den falschen Kopf. Für Kinder ab 6 reicht ein leichtes Modell (300-400g). Marken wie Estwing stellen Qualitätswerkzeug her, das auch Profis nutzen.
  2. Schutzbrille: Beim Steinklopfen splittern Fragmente — eine Schutzbrille ist Pflicht, keine Option. Für Kinder gibt es passende Modelle, die bequem sitzen und nicht drücken.
  3. Lupe (5-10-fache Vergrößerung): Manche Fossilien sind winzig. Eine einfache Klapplupe reicht völlig aus.
  4. Zeitungspapier und Watte: Zum Einwickeln der Funde. Empfindliche Stücke brechen leicht — ein bisschen Polsterung macht den Unterschied.
  5. Rucksack, Wasser, Sonnenschutz: Steinbrüche bieten wenig Schatten. Wasser, Sonnencreme und ein Helm bieten grundlegenden Schutz.

Tipp für den Einstieg: Viele Besuchersteinbrüche verleihen Hammer und Schutzbrille vor Ort. Wenn du erst testen willst, ob Fossiliensuche etwas für deine Familie ist, musst du nichts kaufen. Erst wenn die Begeisterung bleibt, lohnt sich eigene Ausrüstung.

Unsere konkreten Empfehlungen für die Grundausrüstung

Drei Produkte, die wir konkret empfehlen — für den Moment, in dem aus einem ersten Steinbruch-Besuch ein ernsthaftes Hobby wird:
PartnerlinkAb 6-7 Jahren

Estwing E13PM Geologenhammer mit Ledergriff

Der Klassiker unter den Geologenhämmern: einteilig geschmiedet aus einem Stück Stahl, mit griffigem Ledergriff und ca. 390 g Gewicht — leicht genug für Kinder ab 6-7 Jahren, robust genug für ein Leben lang.

Warum wir das empfehlen: Estwing ist seit Jahrzehnten das Werkzeug, mit dem auch Profis arbeiten. Anders als günstige Haushaltshämmer splittert hier nichts am Griff, und die Pickelseite sitzt fest. Ein Einmalkauf, der hält.

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PartnerlinkAb 4 Jahren

Klapp-Taschenlupe mit 10-facher Vergrößerung

Kompakte Taschenlupe mit zwei klappbaren Linsen — klein genug für jede Hosentasche, stark genug, um feine Fossilien-Strukturen wie Ammonitenkammern oder Seeigel-Stacheln sichtbar zu machen.

Warum wir das empfehlen: Für unter 10 Euro bekommt Kind und Familie ein Werkzeug, das bei jedem Ausflug dabei sein kann — nicht nur im Steinbruch, sondern auch am Strand, im Wald oder im Museum.

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Partnerlink7-10 Jahre

Kosmos Ausgrabungs-Set Versteinerungen

Gipsblock mit echten Fossilien zum Freilegen — inklusive Werkzeug, Pinsel, Schutzbrille und einem Begleitheft mit paläontologischen Hintergrundinfos. Ein geführter Einstieg, bevor es in den echten Steinbruch geht.

Warum wir das empfehlen: Ideal, wenn dein Kind neugierig auf Fossilien ist, aber der Weg in einen Steinbruch noch zu weit ist. Die Kosmos-Sets sind pädagogisch durchdacht und das Begleitmaterial ist erstklassig.

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Wie findest du Fossilien? Schritt für Schritt

Fossiliensuche ist kein Glücksspiel — es gibt eine Methode, die funktioniert. In Besuchersteinbrüchen mit Plattenkalk (wie Solnhofen) ist die Technik besonders einfach:
Eine frisch gespaltene Kalksteinplatte liegt wie ein Buch aufgeklappt auf Steinbruchschotter, in der Mitte der klare Abdruck eines spiralförmigen Ammoniten, daneben ein kleiner Geologenhammer
Plattenkalk spaltet wie ein Buch — Fossilien stecken oft zwischen zwei Schichten und sind auf beiden Hälften sichtbar
  1. Such dir eine Stelle mit lose herumliegenden Gesteinsplatten. Frisch abgespaltene Schichten sind vielversprechender als verwitterte Oberflächen.
  2. Setz den Hammer flach an einer Kante an und spalte die Platte vorsichtig entlang der Schichtung. Der Stein sollte wie ein Buch aufklappen.
  3. Prüf beide Hälften — die Oberseite und die Unterseite. Fossilien stecken oft zwischen zwei Schichten und sind auf beiden Seiten sichtbar.
  4. Wenn du einen Abdruck findest: Nicht weiterklopfen. Leg die Platte beiseite und wickle sie später in Zeitungspapier ein.
  5. Mach ein Foto der Fundstelle und des Fundes — das hilft bei der späten Bestimmung und ist ein schönes Souvenir.
Erwarte nicht bei jedem Versuch einen spektakulären Fund. Die meisten Platten sind leer. Aber wenn dein Kind den Rhythmus versteht — klopfen, spalten, prüfen, weitermachen — wird die Suche zum meditativen Erlebnis. Und der Moment, wenn tatsächlich ein Ammonit oder ein Fisch zum Vorschein kommt, entschädigt für hundert leere Platten.

Was kannst du finden?

Vier typische Fossilienfunde nebeneinander auf dunkelgrauem Stoff: ein spiralförmiger Ammonit, ein zigarrenförmiger Belemnit, ein versteinerter Seeigel und eine Muschel
Von links nach rechts: Ammonit, Belemnit, Seeigel, Muschel — die vier Fossiltypen, die Familien im DACH-Raum am häufigsten mit nach Hause nehmen
Was du findest, hängt vom Ort und von der geologischen Schicht ab:
Ammoniten sind die häufigsten und beliebtesten Fossilienfunde. Diese spiralförmigen Kopffüßer lebten von der Devon-Zeit bis zum Ende der Kreide — über 300 Millionen Jahre. Sie sind in fast allen Kalkstein-Steinbrüchen zu finden, von daumennagelgroß bis tellerförmig. Ammoniten sind keine Dinosaurier, aber ihre Zeitgenossen: Sie schwammen in denselben Meeren, während Brachiosaurus und Allosaurus an Land lebten.
Belemniten sind die versteinerten Innenskelette von tintenfischähnlichen Tieren. Sie sehen aus wie steinerne Kugeln oder spitze Zylinder und sind ein typischer Anfängerfund — robust, unverwechselbar und oft in großer Zahl vorhanden.
Seeigel, Muscheln und Korallen finden sich in älteren Gesteinsschichten, vor allem in der Eifel (Devon) und in Jura-Kalksteinen. In Solnhofen kannst du mit Glück Fische, Krebse oder sogar Pflanzenabdrücke entdecken — alles aus einer Zeit vor etwa 150 Millionen Jahren, als die Region ein tropisches Meer war.
Echte Dinosaurier-Knochen findest du als Privatperson in der Regel nicht — sie sind extrem selten, und bedeutende Fundstellen sind geschützte Grabungsbereiche. Aber das, was du findest, erzählt dieselbe Geschichte: die Geschichte einer Welt, in der Dinosaurier lebten.
PartnerlinkAb 8 Jahren

Welcher Stein ist das? — Kindernaturführer (Kosmos)

Der Klassiker unter den Kinder-Bestimmungsbüchern: 85 der häufigsten Mineralien, Gesteine und Fossilien mit Fotos, Steckbriefen und Erkennungsmerkmalen. Kleines, robustes Taschenformat für den Rucksack.

Warum wir das empfehlen: Von Dr. Rupert Hochleitner, dem bekanntesten deutschsprachigen Bestimmungsautor. Ideal für den Moment im Steinbruch, wenn dein Kind fragt: "Was ist das?" — und du ohne Internet eine Antwort brauchst.

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Darfst du Fossilien behalten?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an, wo du suchst. In Besuchersteinbrüchen ist das Sammeln in der Regel ausdrücklich erlaubt — dafür zahlst du Eintritt. An öffentlichen Stränden (wie der Ostseeküste) darfst du Bernstein und kleine Fossilien für den Eigenbedarf mitnehmen.
Komplizierter wird es bei Naturschutzgebieten (hier ist Sammeln fast immer verboten), bei privaten Grundstücken (nur mit Erlaubnis des Eigentümers) und bei wissenschaftlich bedeutsamen Funden. In Deutschland gilt: Wer einen Fund macht, der für die Wissenschaft relevant sein könnte, ist verpflichtet, die zuständige Denkmalpflegebehörde zu informieren. In der Praxis betrifft das fast nie Ammoniten oder Belemniten — aber wenn du ein vollständiges Skelett freilegst, ist das ein Fall für die Behörde, nicht für den Rucksack.

Faustregel: In Besuchersteinbrüchen ist Sammeln erlaubt, in Naturschutzgebieten verboten. Im Zweifelsfall: vorher fragen. Die meisten Steinbruchbetreiber und Museen geben gerne Auskunft.

Fossilien suchen nach Alter: Was passt?

4-6 Jahre: Bernstein suchen am Strand ist der perfekte Einstieg — keine Werkzeuge nötig, schnelle Erfolgserlebnisse, haptisch und visuell ansprechend. Auch betreute Grabungen (wie Münchehagen) funktionieren, weil ein Erwachsener die schwere Arbeit übernimmt. Freie Steinbruch-Suche überfordert in dem Alter meistens.
6-10 Jahre: Die Kernzielgruppe. Kinder in diesem Alter können einen leichten Hammer führen, verstehen die Technik des Plattensplittens und haben genug Geduld für längere Suchphasen. Besuchersteinbrüche wie Solnhofen oder Holzmaden sind ideal.
10-14 Jahre: Hier wird die Suche zur Wissenschaft. Ältere Kinder interessieren sich dafür, was sie gefunden haben, wie alt es ist und in welcher geologischen Schicht es lag. Ein Bestimmungsbuch oder eine Bestimmungs-App wird zum wichtigen Begleiter. Geführte Exkursionen mit geologischem Kontext (wie in Nettersheim) sind jetzt spannender als reines Klopfen.
Unabhängig vom Alter gilt: Die Begeisterung steckt im Fund, nicht im Werkzeug. Ein Kind, das seinen ersten Ammoniten in der Hand hält, vergisst das nicht — egal ob es 5 oder 12 ist.

Häufige Fragen zur Fossiliensuche mit Kindern

Häufige Fragen

Wann ist die beste Jahreszeit für Fossiliensuche?
Besuchersteinbrüche sind in der Regel von April bis Oktober geöffnet — Frühling und Frühsommer sind ideal, weil es noch nicht zu heiß ist. Bernstein an der Ostsee findest du am besten nach Winterstürmen (November bis Februar) und nach kräftigen Nordwest-Winden. Die Fossiliensuche hat also das ganze Jahr über Saison, je nach Methode.
Was kostet Fossilien suchen?
Besuchersteinbrüche kosten in der Regel zwischen 3 und 10 Euro Eintritt pro Person, Familientickets sind oft günstiger. Bernstein suchen am Strand ist kostenlos. Werkzeug (Hammer, Schutzbrille) wird in vielen Steinbrüchen verliehen. Eigene Grundausstattung für Kinder liegt bei 20-40 Euro.
Darf ich Fossilien behalten, die ich finde?
In Besuchersteinbrüchen ist das Mitnehmen der Funde in der Regel im Eintrittspreis enthalten — dafür ist der Besuch gedacht. An öffentlichen Stränden darfst du kleine Fossilien und Bernstein für den Eigenbedarf sammeln. In Naturschutzgebieten ist Sammeln verboten. Wissenschaftlich bedeutsame Funde (vollständige Skelette, seltene Arten) müssen gemeldet werden.
Kann ich Fossilien von echten Dinosauriern finden?
Als Privatperson in Besuchersteinbrüchen ist das extrem unwahrscheinlich. Die meisten Funde sind wirbellose Tiere: Ammoniten, Belemniten, Seeigel, Muscheln. Dinosaurier-Knochen sind sehr selten und werden fast ausschließlich bei professionellen Grabungen entdeckt. Aber die Tiere, die du findest, lebten in derselben Zeit wie die Dinosaurier — sie erzählen dieselbe Geschichte.
Ist Fossiliensuche gefährlich für Kinder?
Mit der richtigen Ausrüstung nicht. Die wichtigste Sicherheitsregel: Schutzbrille tragen, wenn mit dem Hammer geklopft wird. Steinsplitter können in die Augen fliegen. Für Kleinkinder ist ein Helm sinnvoll, wenn sie sich in der Nähe anderer Hammerträger aufhalten. Am Strand gilt: Angespülte Stücke nie direkt in die Hosentasche stecken — Phosphor sieht aus wie Bernstein und kann sich selbst entzünden.
Dein Kind hat seinen ersten Ammoniten gefunden und fragt jetzt, was die Dinosaurier zur selben Zeit gemacht haben? Die Begeisterung für uralte Lebewesen hört beim Steinbruch nicht auf — sie fängt dort erst richtig an.