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dinos.life
Popkultur · Musik · Musik · 2009

Hevisaurus und das internationale Heavysaurus-Franchise

Wie ein finnisches Experiment zu einem Lizenzmodell für Kindermusik wurde


Hevisaurus wurde 2009 von Mirka Rantanen (Schlagzeuger verschiedener finnischer Metal-Bands, u.a. Thunderstone) und Jari Tiura (Sänger) gegründet. Das Konzept: hochwertig produzierter Hard Rock/Metal mit Texten für 3-10-jährige Kinder, vorgetragen in aufwendigen Dino-Kostümen. Das Debütalbum "Jurahevin kuninkaat" wurde in Finnland mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet. Heute ist Hevisaurus eine etablierte Marke mit TV-Serie, Merchandise und internationalen Ablegern.

Die Figuren - Kanon

Der Figurenkanon wurde über die Jahre ausgebaut. Kernbesetzung sind fünf Charaktere, jeweils einem Instrument und einer Dino-Spezies zugeordnet - die Zuordnungen bleiben in allen Sprachversionen konstant.

  • 01
    Herra Hevisaurus / Mr. Heavysaurus Leadsänger, grün, T-Rex-inspiriert
  • 02
    Milli Pilli Co-Sängerin, lila, kleinere Theropoden-Silhouette
  • 03
    Muffi Puffi Leadgitarrist
  • 04
    Riffi Raffi Bassist
  • 05
    Komppi Momppi Schlagzeuger

Franchise-Modell und Internationalisierung

Nach dem Erfolg in Finnland wurde das Konzept als lizenzierbares Franchise-Modell ausgebaut. Lokale Musiker treten in den Kostümen der Bandmitglieder auf, produzieren die Songs in Landessprache und halten Design und Show-Konventionen konstant. Die deutsche Heavysaurus-Version startete 2015, es gibt außerdem dänische, schwedische und norwegische Adaptionen. Das Franchise-Modell ist für Kindermusik ungewöhnlich - vergleichbar am ehesten mit Konzepten wie "The Wiggles" (AU) oder lokalisierten Disney-Showkonzepten.

Musikalische Einordnung

Musikalisch orientieren sich die Songs an klassischem Hard Rock (AC/DC-Einfluss, Judas-Priest-Riffs), werden aber in Arrangement und Lautstärke für Kinderohren optimiert. Die Texte behandeln Alltagsthemen: Zähneputzen, Freundschaft, Pizza. Das Konzept "echte Rockmusik mit kindgerechten Texten" ist kommerziell tragfähig und wird regelmässig als Beispiel für Crossover-Kinderkultur diskutiert.